Nur ein einziges Mal wünsche ich mir eine Schlagzeile der Bild in dem Format “Freche AgraRAF Terroristen kündigen bürgerkriegsähnliche Zustände auf deutschen Autobahnen an. Innenministerium bleibt tatenlos!”
Unter dem Motto „Landwirte kämpfen um ihre Zukunft“ plant der LSV, den Verkehr an nahezu allen Autobahnauffahrten in Mecklenburg-Vorpommern lahmzulegen. Nach Gesprächen mit dem Innenministerium wurde der ursprünglich für mehrere Tage geplante Protest vorerst auf Donnerstag zwischen 07:00 und 17:00 Uhr begrenzt, berichtet die Ostsee-Zeitung.
Trotz inhaltlicher Einigkeit distanziert sich der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern von den Blockadeaktionen. Verbandspräsident Karsten Trunk erklärte, man halte die Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht für zielführend.
Wenn du dem eigenen Lobbyverband schon unangenehm bist. Ich tippe die Bauern haben Jahreszeitbedingt Langeweile und wollen sich mal wieder wie Revolutionäre fühlen. Dass es sich als Subventionabhängiger nicht so geil revolutioniert, checken sie dabei nicht.
Weder ist das die “eigene” Lobby, denn die arbeitet in Wahrheit für Agrargroßkonzerne, noch sind die Bauern ihnen unangenehm. Das sind für den Verband einfache nützliche Idioten, die zum einen die Drecksarbeit machen, von der man sich offiziell distanzieren kann, und auf deren Interessen man in Wahrheit auch einen Scheißdreck gibt.
Notare: ,Niemand ist unbeliebter als wir!"
Landwirte: ,Hold my Mistgabel"
Warum sollte man was gegen Notare haben?
Weil die sich mit Dinge-Unterschreiben den Stift vergolden lassen. Schon ein bisschen Assi.
Na? Wiedermal mit galgen mist und mistgabeln und reichsflagge?
Irgendwie verstehe ich die Art des Protestes nicht, warum wollen die Autobahnauffahrten blockieren, was hat das mit Landwirtschaft zu tun?
Es geht Leuten auf den Senkel und erregt daher Aufmerksamkeit. Ähnlich wie bei der letzten Generation damals.
Mit dem Unterschied, dass LG um etwas super unwichtiges gekämpft hat und daher keinen Erfolg damit hatte. /s
Bei der letzten Generation kann man aber immerhin noch einen Zusammenhang zwischen Straßen/Autos und Klima sehen. Wenn die Landwirte etwas bewirken wollne, dann sollten sie eher die Zufahrten der Fabriken und Lager der Lebensmittelindustrie blockieren oder sowas.
Hat die LG ja auch teilweise gemacht mit ölhäfen u.ä. das weiß aber fast niemand (mehr) und das hat auch neun Grund. Es geht nur um politischen Druck und den macht man am besten indem man möglichst viele Menschen erreicht.
das weiß aber fast niemand
Die Aktionen auf den Straßen haben halt mehr Leute direkt mitbekommen.
Das ist mein Punkt. Und genau deswegen gehen die Bauern auch dahin. Die sind ja vieles aber nicht ganz blöd.
eher die Zufahrten der Fabriken und Lager der Lebensmittelindustrie blockieren
Nee, das wäre ja sinnvoll und ihren eigenen Interessen entsprechend. Unsere lustigen Protestbauern protestieren aber eh viel lieber für die Interessen der Lebensmittelgroßindustrie, die sie verarscht. Das ganze üblicherweise auch noch angestiftet von Verbänden, die sich dann offiziell von ihnen distanzieren. Nützliche Idioten halt…
Weil das alle maximal abfuckt und weil die letztens damit schon weitestgehend straffrei davonkamen.
Wie bereits bei den letzten Demos: Ich persönlich halte es für nicht in Ordnung, dass eine kleine Gruppe von wenigen Menschen großflächig den Verkehr lahmlegen darf. Demonstrationsrecht ist sicherlich wichtig, aber auch hier gibt es eine slippery slope - wenn die Bauern das dürfen, warum nicht auch die Tierschützer, die Revierförster, die Studenten, Falun Gong, die Hamasfanboys oder die Reichsbürger? Es macht Sinn, dass Demonstrationen eben so abgewickelt werden, dass dabei nicht großflächig alles lahmgelegt wird.
In Deutschland ist das ganz einfach, Bauern dürfen alles und andere dürfen Maul halten. Klare Linie, keine Rutschgefahr. Bauern dürfen Menschenleben gefährden indem sie nachts die Autobahn zumüllen, aber wenn Klimaaktivisten eine Straße blockieren ist das Terrorismus.
Besser und effektiver wäre es, dass sie ihre Sachen selbst nutzen und für 1-2 Jahre den Rest verderben lassen. Damit könnte man die Preise ordentlich in die Höhe schießen (Supermärkte Restbestände Preise steigen rassant an, betrifft gleich 50% der unteren Mittelschicht und die komplette Unterschicht)
Mittelfristig würde es zu einer Versorgungskrise kommen, weil man nicht alles importieren kann. Dadurch steigen sowieso die bereits hohen Preise nochmal deutlich an. Die komplette Lebensmittelindustrie, Gastro und Transport würde man auch damit gleich eine auswischen. Hamsterkäufe entstehen, teilweise Verteilungskonflikte und mehr Proteste von den Bürgern FÜR/ GEGEN die Bauern (Warum machen die das, sind die “dumm”?/ Selber Schuld, hättet ihr,…) Regierung müsste irgendwann einschreiten, eventuell Notbewirtschaftung, mehr Notimporte, Preisregelung usw. Die Leute verlieren noch mehr Vertrauen in den Staat. Man hätte so viel Ausfall, dass es andere Länder auch noch trifft, Weltmarktpreise würden allgemein steigen, viele Höfe würden wirtschaftlich zusammenbrechen und wir hätten viel kaputtes Land und viele tote Tiere. Der Wiederaufbau würde auch noch Jahre dauern.
Natürlich können nicht alle sofort aufhören zu produzieren, weil die selbst Geld brauchen um zu überleben. Aber würden die mal für sich alles bunkern könnten die für 1-2 Jahre ohne Gesellschaft auskommen und einfach zuschauen wie es langsam kollabiert.
Aber nein, es wird nur eine Autobahnauffahrt blockiert.
Genauso mit der Letzten Generation. Kleben sich an die Straße, aber was richtig heftiges kommt nicht raus. Es braucht 'n Knall mit viel Wucht um was zu bewegen, keine so Kindergarten Aktionen. Diese Aktionen treffen die Bürger, aber nur ein kleiner Prozentsatz. Nicht genug, um Aufmerksamkeit zu erregen. Die erzeugen auch noch nur Ablehnung und wirken allgemein nicht durchdacht.
Es gab bisher keine Proteste die andauernd, massenhaft und noch legalen Druck auf Machtzentren ausübten.
Damit meine ich klar definitierte Zeiträume um Hamsterkäufe zu “erwirken”, aber nicht um die Gesellschaft zu zerstören. Z. B. alle 3-4 Wochen für 2-3 Wochen keine Milch-, Getreide- oder Tierprodukte ausliefern. Wochen vorher ankündigen, aber regelmäßig über 4-5 Jahre durchziehen. Politik bekommt dadurch Anrufe vom Handel und nicht vom Josef der jetzt 10 Minuten zu spät zur Arbeit kommt weil die Auffahrt blockiert ist.
Eventuell Ernte nicht verderben lassen, aber einen Großteil an Tafel, Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Seniorenheime usw. “spenden”.
Alles was du beschreibst ist Vertragsbruch und Kartellbildung die mit gutem Grund verboten ist. Außerdem widerspricht es ganz grundlegend Artikel 14 GG (2) : “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.”
Es gab bisher keine Proteste die andauernd, massenhaft und noch legalen Druck auf Machtzentren ausübten.
Ganz abgesehen von den Details. Der Satz hier ist in jedem Staat ein Widerspruch. Jeder Staat wird sich massenhaftem Druck widersetzen indem er in illegalisiert, weil er die ganze Idee eines Staates negiert. Aktuelle Demokratien geben dafür genau eine Möglichkeit: Wahlen (und tun so als wäre Geld/Lobbyismus kein Weg), andere Staatsformen haben nichtmal diese Möglichkeit.
Deutschland verbietet ja sogar politische Streiks. Arbeitsniederlegung ist nur legal um für bessere Arbeitsbedingungen zu streiten, alles andere ist illegal.
Was ich ergänzen muss:
Eine Autobahnauffahrt zu blockieren trifft den Bürger, polarisiert mal und ist schnell wieder aus den Köpfen.
Langfristig Lieferstopp von sonstigen Erzeugnissen über Wellen erzeugt Druck auf Politik und ist schwer zu ignorieren, vor allem wenn “hohe Tiere” bei den Politikern anrufen.Stört mich tatsächlich an “Letzte Generation”, gab eig. keine Aktionen gegen Politiker, sondern immer nur den Hans der einfach mal zur Arbeit musste.
Damit haben die absolut keinen abgeholt und eher noch mehr Klimagegener erschaffen. Ist ja ähnlich mit dieser Militante Veganerin. Die hat vermutlich mehr Veganer zu Fleischesser verwandelt.
Stört mich tatsächlich an “Letzte Generation”, gab eig. keine Aktionen gegen Politiker, sondern immer nur den Hans der einfach mal zur Arbeit musste.
Das ist so nicht wahr. Es gab regelmäßig Aktionen bei Veranstaltungen und vor/an den Regierungsgebäuden. Merz, Linder, Wissing, und noch viel mehr wurden teils sogar wiederholt bei Veranstaltungen gestört. Teils mit heftigen Reaktionen der betroffenen (schau mal nach Linder). Das hat nur keine Sau interessiert.
Wobei ich Proteste gegen Mercosur ja durchaus sinnvoll finde.
Welche Probleme erwartest du?
Was hast du gegen Südamerika?








