Das Studium ist in Deutschland zur Regelausbildung geworden, aber viele Studierende nehmen das nicht ernst, klagt die Professorin und Autorin Zümrüt Gülbay-Peischard. Ein großer Teil sei faul und arrogant. Sie fordert: "Wir brauchen weniger Akademiker."
Im Moment bemisst sich der Finanzhaushalt der Hochschulen an der Anzahl ihrer Studierenden. Deshalb wird keine Hochschule anfangen, darüber nachzudenken, weniger Studenten aufzunehmen.
Das erklärt erst mal Vieles.
wir sollten uns genauer überlegen, wen wir wollen und vielleicht auch mit Eingangstests arbeiten, um sicherzustellen, dass Studierende bestimmte Fähigkeiten schon von vornherein haben.
Würde ich unterstützen, solange nicht irgendwelche weltfremden Mathematik-Tests herhalten müssen. Mir würde gefallen, wenn allgemein geprüft werden würde, wie Sozialkompetenz, Pünktlichkeit, Engagement usw. Kann aber auch schwierig sein.
Außerdem glaube ich, dass wir weniger Akademiker brauchen. Das ist allerdings eine gesellschaftliche Entwicklung, die damit anfängt, dass wir die Ausbildungsberufe ernst nehmen und ihnen den Respekt entgegenbringen, den sie verdienen. Es geht nicht um Studium oder kein Studium, sondern die Qualität der Ausbildung muss stimmen.
Das mit dem Finanzhaushalt ist übrigens ganz nah an Fake News. Hochschulen müssen wie es so schön heißt “die volle Kapazität an Studienplätzen ausschöpfen” und es gibt auch zig Anwälte, die sehr viel Werbung machen, dass du dich reinklagen kannst. Hochschulen können und dürfen also schlicht und einfach weniger Studis aufnehmen außer sie reduzieren massiv die Zahl des Lehrpersonals
Auch das mit den Eingangstests ist natürlich Quatsch, wenn man mal drüber nachdenkt: Wenn du einen Studiengang hast, der quasi die “Fortsetzung” eines Schulfaches ist, dann kannst du auch gleich die Schulnote des Faches nehmen und musst die Leute nicht kostspielig aus ganz Deutschland für so einen Test anreisen lassen. Hast du Fächer, deren Grundlagen auf Schulfächern aufbauen, dann kannst du auch die Schulnoten als Basis nehmen. Hast du Fächer, die überhaupt nicht auf Schulfächern aufbauen, dann kannst du von deinen Studis auch keine Vorkenntnisse erwarten, weil wo sollen die auch herkommen? Und wenn du den Schulnoten nicht traust, dann solltest du als Uni sehr vorsichtig sein, denn die Schulnoten kommen ja auch von anderen staatlichen Institutionen und wurden von Beamten erstellt.
Also in meiner Studienzeit (ab 2010) hab ich’s mehrfach erlebt, dass Studierende zu spät zu Klausuren kamen und das Schlimmste was passierte, war die Kürzung der Prüfungszeit, um die Verspätung…
Habe ich je etwas anderes behauptet? Ich glaube du interpretierst “weltfremd” falsch.
Mathe ist in der Informatik essentiell. Die Funktionsweise eines Computer basiert auf mathematischen Operationen. Alles richtig, da widerspreche ich keinesfalls.
Ich habe Mathe studiert und arbeite heute in der IT. Für 99.999999% der Informatiker reicht es aus die ersten ≈15 2er-Potenzen kennen. Wenn man dann noch mal davon gehört hat, dass eine Primfaktorzerlegung rechenintensiv ist, ist man gut dabei. Sahnehäubchen ist dann noch ne Logiktafel zu verstehen.
Alles andere können Suchmaschinen oder der Rechner im OS. Und das sind alles Inhalte, die du auch in der Berufsschule lernst.
Höhere Mathematik ist ultra-cool… aber nichts, was man in der IT benötigt (- mit ganz wenigen Ausnahmen)
Then again ist es ja eben auch genau so, dass auf den meisten Stellen, auf denen Informatiker sitzen, eigentlich auch ausgebildete Softwareentwickler und Systemintegrierer arbeiten könnten.
Die Informatik ist halt die Wissenschaft der Rechenmaschine. Ich brauche keine Computertheorie, wenn ich n gammeliges CRUD-Frontend bauen soll. Aber die Firmen wollen es so in ihren Ausschreibungen: hab hier gerade ne Ausschreibung der Bahn: man soll interne Prozesse in Low-Code digitalisieren, Voraussetzung Informatik. Warum?
Mathematik ist immer für alle nützlich und auch anwendbar. Mathematik ist auch durch alle erlernbar, da logisch und systematisch. Wer genug übt, kann Mathe lernen. Das Wissen veraltet auch nicht.
Würde ich unterstützen, solange nicht irgendwelche weltfremden Mathematik-Tests herhalten müssen. Mir würde gefallen, wenn allgemein geprüft werden würde, wie Sozialkompetenz, Pünktlichkeit, Engagement usw. Kann aber auch schwierig sein.
Exzellente Idee. Wenn Kompetenzen für ein fachliches Studium geprüft werden, auf keinen Fall die fachliche Eignung. Also gerne trotzdem
die blöden Nerds ohne soziale Ader,
die Leute die gestern noch bis 2 Getränke gezapft haben und deswegen heute früh ihre Bahn verpasst haben und
die Sprallos die sich keine Zeit bei den Eltern im Tennisverein mit Zeugnis für Ehrenamt genommen haben
Also du würdest für ein - sagen wir - Informatikstudium gerne weltfremde Mathematik-Tests durchführen? Gut. Du wirst damit aber viele exzellente Software-Entwickler aussieben.
Wer einmal (oder hin und wieder) die Bahn verpasst, hat kein Problem mit Pünktlichkeit. Wer ständig halb verschlafen eine halbe Stunde zu spät antritt, hat eines.
Mit Engagement meinte ich nicht den Tennisclub der Eltern, sondern das Engagement für das Studium oder den damit einhergehenden Beruf. Mehr zu tun als das benötigte Minimum ist nicht nur im Studium von Vorteil, sondern auch in vielen (wenn nicht allen) Jobs essentiell.
Also du würdest für ein - sagen wir - Informatikstudium gerne weltfremde Mathematik-Tests durchführen?
Ja, Informatik ist zum großen Teil “weltfremde” Mathematik.
Du wirst damit aber viele exzellente Software-Entwickler aussieben.
Man muss nicht Informatik studieren um Software-Entwickler zu werden, auch wenn das viele so machen. Dann spart man sich auch die “weltfremde” Mathematik.
Wieso sollte man Mathe-Tests vor der Uni überhaupt durchführen?
Ich wäre definitiv durch so einen Test gerasselt, da ich kein Mathe-LK in der Schule hatte. Der 14-Punkte Schnitt im Grundkurs hätte mir wenig gebracht, wenn erweiterte Konzepte abgefragt werden - bereits angefangen mit dem Lösen von verschachtelten Gleichungen, da so etwas im Grundkurs nie gelehrt wurde.
Trotzdem habe ich jede Klausur des Mathematikteils meines Informatikstudiums auf Anhieb bestanden da ich genügend Aufwand betrieben habe & begleitende Kurse für Erst- und Zweitsemestermathevorlesungen angeboten wurden. Der Schnitt ist zwar mit 3,0 nicht so gut wie erwünscht aber trotzdem vollkommen ausreichend meiner Meinung.
Informatik ist zum großen Teil “weltfremde” Mathematik.
Ich mach’ das jetzt beruflich seit 26 Jahren, aber über drei Dimensionen gings noch nie drüber. Die n-ten Dimensionen aus dem Studiumsvorbereitungsbuch kamen mir nie unter seitdem. Also den “großen Teil” würde ich nicht pauschal unterschreiben.
Ich will damit nur sagen, es gibt noch andere Kriterien, nach denen potentielle Studenten (und auch Azubys) bewertet werden sollten, nicht immer nur das rein fachliche und technische Wissen. Ja, das muss und soll schon auch sein. Ein gewisses Grundverständnis für Mathematik, ja. Aber was nützt mir eine lebende Formelsammlung in meinem Team, wenn er/sie sich menschlich nicht einbringen kann, wenn keine Teamfähigkeit vorhanden ist, wenn ständig Meetings auf den Schlafmangel einer Einzelperson angepasst werden müssen?
Studiert hab ich selbst übrigens nie, ich bin FIAE.
Ich kann mein Wissen und meine Einschätzungsbasis auch anderweitig erlangen. Oder glaubst du, dass von den ganzen Politikexpertys hier schon mal ein/e einzige/r einen Tag im Bundestag verbracht hat, einen Wahlkampf geführt und ein Wahlprogramm aufgestellt hat? Wir bewerten hier ständig Dinge von Politik bis Raketenstarts, die wir nie selbst gemacht haben dürften, meinst du nicht auch?
Nach 26 Jahren im selben Arbeitsumfeld mit allen möglichen Arten von Informatiker/innen, bekommt man schon eine Menge mit, um hier auf Lemmy eine Meinung haben zu dürfen, auch wenn sie nicht allen gefällt. Oder?
Nach 26 Jahren im selben Arbeitsumfeld mit allen möglichen Arten von Informatiker/innen, bekommt man schon eine Menge mit, um hier auf Lemmy eine Meinung haben zu dürfen, auch wenn sie nicht allen gefällt. Oder?
Es geht hier nicht um Gefallen. Du darfst zu allem ne Meinung haben, aber wenn es ne Meinung über etwas ist von dem du keine Ahnung hast (wie in deinem Fall das Studium), dann ist sie eben nicht fundiert. Ist doch gut für alle zu wissen, dass sich deine Meinung halt auf nichts stützt.
Und ich nehme dir ab, dass du Ahnung von Software Development hast. Nur ist “Entwickler werden” halt nicht ausschließlich das, wozu dich ein Studium befähigen soll. Dafür gibt es zb die Ausbildung zum Fachinformatiker. Ein Studium hatte schon immer das Ziel, die Konzepte und Grundlagen einer Fachrichtung zu vermitteln - und das ist eben mehr als “Java lernen”. Wenn du Leute brauchst, die vhdl können, dann such halt Leute, die das gelernt haben. Ist ja cool und ich glaube dir sofort, dass es Leute gibt, die das können und die kein Studium durchlaufen haben. Aber ohne selber ein Studium abgeschlossen zu haben in 'nem Umfeld zu arbeiten für das man das Studium nicht braucht und sich dann darüber zu echauffieren, dass das Studium ja mal sinnlos ist, ist halt schon Stammtischniveau. Und ja, auch das ist okay. Aber genauso wie du halt eine unqualifizierte Meinung haben und äußern darfst, darf ich dir halt auch sagen, dass ich die für Unfug halte, der nichts beiträgt.
und sich dann darüber zu echauffieren, dass das Studium ja mal sinnlos ist, ist halt schon Stammtischniveau.
Würdest du mir die Stelle quoten, wo ich geschrieben habe, dass ich das Studium für sinnlos erachte? Danke.
Das genaue Gegenteil ist nämlich der Fall. Ich rede nämlich die ganze Zeit von Eignungstests, Zugangstests, Qualifikationstests für ein Studium (also vor dem Start des selbigen). Nicht vom Studium selbst.
Das erklärt erst mal Vieles.
Würde ich unterstützen, solange nicht irgendwelche weltfremden Mathematik-Tests herhalten müssen. Mir würde gefallen, wenn allgemein geprüft werden würde, wie Sozialkompetenz, Pünktlichkeit, Engagement usw. Kann aber auch schwierig sein.
100%ig.
Das mit dem Finanzhaushalt ist übrigens ganz nah an Fake News. Hochschulen müssen wie es so schön heißt “die volle Kapazität an Studienplätzen ausschöpfen” und es gibt auch zig Anwälte, die sehr viel Werbung machen, dass du dich reinklagen kannst. Hochschulen können und dürfen also schlicht und einfach weniger Studis aufnehmen außer sie reduzieren massiv die Zahl des Lehrpersonals
Auch das mit den Eingangstests ist natürlich Quatsch, wenn man mal drüber nachdenkt: Wenn du einen Studiengang hast, der quasi die “Fortsetzung” eines Schulfaches ist, dann kannst du auch gleich die Schulnote des Faches nehmen und musst die Leute nicht kostspielig aus ganz Deutschland für so einen Test anreisen lassen. Hast du Fächer, deren Grundlagen auf Schulfächern aufbauen, dann kannst du auch die Schulnoten als Basis nehmen. Hast du Fächer, die überhaupt nicht auf Schulfächern aufbauen, dann kannst du von deinen Studis auch keine Vorkenntnisse erwarten, weil wo sollen die auch herkommen? Und wenn du den Schulnoten nicht traust, dann solltest du als Uni sehr vorsichtig sein, denn die Schulnoten kommen ja auch von anderen staatlichen Institutionen und wurden von Beamten erstellt.
Pünktlichkeit wird in den Unis sehr genau geprüft. Wenn du nicht pünktlich zu deinen Klausuren erscheinst, dann wars das ganz schnell mit dem Studium.
Also in meiner Studienzeit (ab 2010) hab ich’s mehrfach erlebt, dass Studierende zu spät zu Klausuren kamen und das Schlimmste was passierte, war die Kürzung der Prüfungszeit, um die Verspätung…
Ist doch voll fair, was verlangst du noch?
Seh ich auch so. Das war ein Gegenbsp. zum Vorredner.
Es sollten fachbezogene Tests sein. Alles andere ergibt keinen Sinn. Dein Mathetestbeispiel fällt unter die Rubrik “Scheinargument”.
Wer keinen Matheanteil im Studium braucht, benötigt keinen Mathetest, sondern andere Inhalte. Pünktlichkeit ist absurd.
Info bspw. benötigt sehr viel Mathe, da hast du dir wohl selbst ein Beim gestellt.
Für Psychologie wird es hingegen vielleicht weniger benötigt.
Habe ich je etwas anderes behauptet? Ich glaube du interpretierst “weltfremd” falsch.
Mathe ist in der Informatik essentiell. Die Funktionsweise eines Computer basiert auf mathematischen Operationen. Alles richtig, da widerspreche ich keinesfalls.
Ich habe Mathe studiert und arbeite heute in der IT. Für 99.999999% der Informatiker reicht es aus die ersten ≈15 2er-Potenzen kennen. Wenn man dann noch mal davon gehört hat, dass eine Primfaktorzerlegung rechenintensiv ist, ist man gut dabei. Sahnehäubchen ist dann noch ne Logiktafel zu verstehen. Alles andere können Suchmaschinen oder der Rechner im OS. Und das sind alles Inhalte, die du auch in der Berufsschule lernst. Höhere Mathematik ist ultra-cool… aber nichts, was man in der IT benötigt (- mit ganz wenigen Ausnahmen)
Then again ist es ja eben auch genau so, dass auf den meisten Stellen, auf denen Informatiker sitzen, eigentlich auch ausgebildete Softwareentwickler und Systemintegrierer arbeiten könnten.
Die Informatik ist halt die Wissenschaft der Rechenmaschine. Ich brauche keine Computertheorie, wenn ich n gammeliges CRUD-Frontend bauen soll. Aber die Firmen wollen es so in ihren Ausschreibungen: hab hier gerade ne Ausschreibung der Bahn: man soll interne Prozesse in Low-Code digitalisieren, Voraussetzung Informatik. Warum?
Würde ich so unterschreiben. 👍
Mathematik ist immer für alle nützlich und auch anwendbar. Mathematik ist auch durch alle erlernbar, da logisch und systematisch. Wer genug übt, kann Mathe lernen. Das Wissen veraltet auch nicht.
Exzellente Idee. Wenn Kompetenzen für ein fachliches Studium geprüft werden, auf keinen Fall die fachliche Eignung. Also gerne trotzdem
rauswerfen, die brauchen wir ja nicht.
Also du würdest für ein - sagen wir - Informatikstudium gerne weltfremde Mathematik-Tests durchführen? Gut. Du wirst damit aber viele exzellente Software-Entwickler aussieben.
Wer einmal (oder hin und wieder) die Bahn verpasst, hat kein Problem mit Pünktlichkeit. Wer ständig halb verschlafen eine halbe Stunde zu spät antritt, hat eines.
Mit Engagement meinte ich nicht den Tennisclub der Eltern, sondern das Engagement für das Studium oder den damit einhergehenden Beruf. Mehr zu tun als das benötigte Minimum ist nicht nur im Studium von Vorteil, sondern auch in vielen (wenn nicht allen) Jobs essentiell.
Ja, Informatik ist zum großen Teil “weltfremde” Mathematik.
Man muss nicht Informatik studieren um Software-Entwickler zu werden, auch wenn das viele so machen. Dann spart man sich auch die “weltfremde” Mathematik.
Wieso sollte man Mathe-Tests vor der Uni überhaupt durchführen?
Ich wäre definitiv durch so einen Test gerasselt, da ich kein Mathe-LK in der Schule hatte. Der 14-Punkte Schnitt im Grundkurs hätte mir wenig gebracht, wenn erweiterte Konzepte abgefragt werden - bereits angefangen mit dem Lösen von verschachtelten Gleichungen, da so etwas im Grundkurs nie gelehrt wurde.
Trotzdem habe ich jede Klausur des Mathematikteils meines Informatikstudiums auf Anhieb bestanden da ich genügend Aufwand betrieben habe & begleitende Kurse für Erst- und Zweitsemestermathevorlesungen angeboten wurden. Der Schnitt ist zwar mit 3,0 nicht so gut wie erwünscht aber trotzdem vollkommen ausreichend meiner Meinung.
Ich mach’ das jetzt beruflich seit 26 Jahren, aber über drei Dimensionen gings noch nie drüber. Die n-ten Dimensionen aus dem Studiumsvorbereitungsbuch kamen mir nie unter seitdem. Also den “großen Teil” würde ich nicht pauschal unterschreiben.
Ich will damit nur sagen, es gibt noch andere Kriterien, nach denen potentielle Studenten (und auch Azubys) bewertet werden sollten, nicht immer nur das rein fachliche und technische Wissen. Ja, das muss und soll schon auch sein. Ein gewisses Grundverständnis für Mathematik, ja. Aber was nützt mir eine lebende Formelsammlung in meinem Team, wenn er/sie sich menschlich nicht einbringen kann, wenn keine Teamfähigkeit vorhanden ist, wenn ständig Meetings auf den Schlafmangel einer Einzelperson angepasst werden müssen?
Studiert hab ich selbst übrigens nie, ich bin FIAE.
Du bist also der Meinung, dass das Wissen, das im Studium vermittelt wird, für deinen Job nicht relevant ist, hast aber das Studium nie durchlaufen?
Meinst du das Ernst?
Merkwürdige Frage.
Ich kann mein Wissen und meine Einschätzungsbasis auch anderweitig erlangen. Oder glaubst du, dass von den ganzen Politikexpertys hier schon mal ein/e einzige/r einen Tag im Bundestag verbracht hat, einen Wahlkampf geführt und ein Wahlprogramm aufgestellt hat? Wir bewerten hier ständig Dinge von Politik bis Raketenstarts, die wir nie selbst gemacht haben dürften, meinst du nicht auch?
Nach 26 Jahren im selben Arbeitsumfeld mit allen möglichen Arten von Informatiker/innen, bekommt man schon eine Menge mit, um hier auf Lemmy eine Meinung haben zu dürfen, auch wenn sie nicht allen gefällt. Oder?
Es geht hier nicht um Gefallen. Du darfst zu allem ne Meinung haben, aber wenn es ne Meinung über etwas ist von dem du keine Ahnung hast (wie in deinem Fall das Studium), dann ist sie eben nicht fundiert. Ist doch gut für alle zu wissen, dass sich deine Meinung halt auf nichts stützt.
Und ich nehme dir ab, dass du Ahnung von Software Development hast. Nur ist “Entwickler werden” halt nicht ausschließlich das, wozu dich ein Studium befähigen soll. Dafür gibt es zb die Ausbildung zum Fachinformatiker. Ein Studium hatte schon immer das Ziel, die Konzepte und Grundlagen einer Fachrichtung zu vermitteln - und das ist eben mehr als “Java lernen”. Wenn du Leute brauchst, die vhdl können, dann such halt Leute, die das gelernt haben. Ist ja cool und ich glaube dir sofort, dass es Leute gibt, die das können und die kein Studium durchlaufen haben. Aber ohne selber ein Studium abgeschlossen zu haben in 'nem Umfeld zu arbeiten für das man das Studium nicht braucht und sich dann darüber zu echauffieren, dass das Studium ja mal sinnlos ist, ist halt schon Stammtischniveau. Und ja, auch das ist okay. Aber genauso wie du halt eine unqualifizierte Meinung haben und äußern darfst, darf ich dir halt auch sagen, dass ich die für Unfug halte, der nichts beiträgt.
Würdest du mir die Stelle quoten, wo ich geschrieben habe, dass ich das Studium für sinnlos erachte? Danke.
Das genaue Gegenteil ist nämlich der Fall. Ich rede nämlich die ganze Zeit von Eignungstests, Zugangstests, Qualifikationstests für ein Studium (also vor dem Start des selbigen). Nicht vom Studium selbst.