Der Bundeskanzler findet: Arbeitnehmer in Deutschland haben zu viele Krankheitstage. Bei einem Wahlkampfauftritt räsoniert er über eine Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. Die AOK widerspricht.
In erster Linie lasse ich mir ungern Schlussfolgerungen in den Mund legen, insbesondere nicht, wenn sie auf Glaubenssätzen beruhen, die mich nicht überzeugen - das verstehst du sicher, denn ich denke, du würdest das auch nicht wollen. Gleichermaßen halte ich nichts davon, was ich geschrieben habe, für reflexartig, sondern wir sind lediglich im Dissenz über einige Dinge.
Ich halte es für unrealistisch und vor allen Dingen nicht nachhaltig, Systeme zu sprengen, mit denen man nicht zufrieden ist. Man kann auch innerhalb eines als antagonistisch interpretierten Systems alternativ agieren und das ist - anders als von dir suggeriert - nicht ein automatischer Todesstoß für den Versuch. Du kannst dich ja umgekehrt auch gern fragen, was wohl nützlicher ist, dagegen sein oder aktiv anders handeln.
Ich weiß nicht, ich bedaure irgendwie, dass du so viele freie Annahmen benötigst, um deine Sicht der Dinge zu verargumentieren, weil du, wie mir scheint, meinesgleichen nichtsdestotrotz als etwas per se schlechtes erachtest oder etwas, das gerade im Embryostatus einer bösen Entität zu sein scheint. Das kann man so sehen, aber halt auch nur, wenn man da viele Vorurteile hat oder in Schubladen denkt. Ich teile deine Ansicht überhaupt nicht, dass die Lösung zu mehr Gerechtigkeit in der Verstaatlichung sämtlicher Bestrebungen liegt. Ich hätte indes gern mehr Chancengleichheit für kleine Unternehmen, mehr Motivation, die eigenen Ideale und Visionen in diesen zu manifestieren, anstatt sie direkt mit dem gleichen Maß zu messen, das man (zu Recht) großen Figuren in diesem Spiel gegenüber anbringt. Nicht alle sind per se Egoisten und nicht jeder wird automatisch böser Kapitalist. Das weiß man meist erst so richtig, wenn man sich einmal auf diesen Weg begibt und spürt, wie dornig er ist. Trotzdem bleiben manche von uns einfach Idealisten und daran ist nichts verkehrt.
als etwas per se schlechtes erachtest oder etwas, das gerade im Embryostatus einer bösen Entität zu sein scheint.
Nicht alle sind per se Egoisten und nicht jeder wird automatisch böser Kapitalist.
Ich glaub du hebst hier was auf ne moralische ebene die dein gegenüber gar nicht aufmacht. Dein gegenüber beschreibt nur die Mechanismen und Anreize die in unserem System ganz einfach existieren. Das hat erstmal keine moralische Wertung.
Es wurde ja sogar explizit gesagt, dass man Kapitalisten von ihrem Kapital trennen muss weil das eben nicht alles böse Schnurrbart zwirbelnde Bösewichte sind, sondern weil das System so gebaut ist, dass die Auswirkungen so sind wie sie sind.
In erster Linie lasse ich mir ungern Schlussfolgerungen in den Mund legen, insbesondere nicht, wenn sie auf Glaubenssätzen beruhen, die mich nicht überzeugen - das verstehst du sicher, denn ich denke, du würdest das auch nicht wollen. Gleichermaßen halte ich nichts davon, was ich geschrieben habe, für reflexartig, sondern wir sind lediglich im Dissenz über einige Dinge.
Ich halte es für unrealistisch und vor allen Dingen nicht nachhaltig, Systeme zu sprengen, mit denen man nicht zufrieden ist. Man kann auch innerhalb eines als antagonistisch interpretierten Systems alternativ agieren und das ist - anders als von dir suggeriert - nicht ein automatischer Todesstoß für den Versuch. Du kannst dich ja umgekehrt auch gern fragen, was wohl nützlicher ist, dagegen sein oder aktiv anders handeln.
Ich weiß nicht, ich bedaure irgendwie, dass du so viele freie Annahmen benötigst, um deine Sicht der Dinge zu verargumentieren, weil du, wie mir scheint, meinesgleichen nichtsdestotrotz als etwas per se schlechtes erachtest oder etwas, das gerade im Embryostatus einer bösen Entität zu sein scheint. Das kann man so sehen, aber halt auch nur, wenn man da viele Vorurteile hat oder in Schubladen denkt. Ich teile deine Ansicht überhaupt nicht, dass die Lösung zu mehr Gerechtigkeit in der Verstaatlichung sämtlicher Bestrebungen liegt. Ich hätte indes gern mehr Chancengleichheit für kleine Unternehmen, mehr Motivation, die eigenen Ideale und Visionen in diesen zu manifestieren, anstatt sie direkt mit dem gleichen Maß zu messen, das man (zu Recht) großen Figuren in diesem Spiel gegenüber anbringt. Nicht alle sind per se Egoisten und nicht jeder wird automatisch böser Kapitalist. Das weiß man meist erst so richtig, wenn man sich einmal auf diesen Weg begibt und spürt, wie dornig er ist. Trotzdem bleiben manche von uns einfach Idealisten und daran ist nichts verkehrt.
Ich glaub du hebst hier was auf ne moralische ebene die dein gegenüber gar nicht aufmacht. Dein gegenüber beschreibt nur die Mechanismen und Anreize die in unserem System ganz einfach existieren. Das hat erstmal keine moralische Wertung.
Es wurde ja sogar explizit gesagt, dass man Kapitalisten von ihrem Kapital trennen muss weil das eben nicht alles böse Schnurrbart zwirbelnde Bösewichte sind, sondern weil das System so gebaut ist, dass die Auswirkungen so sind wie sie sind.