Finde die Idee, in Absprache mit den europäischen Partnern, gut.
Man könnte europäische Truppen inklusive Bundeswehr dort stationieren und öffentlich kommunizieren: ,Wir nehmen die Bedenken unsere transatlantischen Verbündeten bezüglich Grönland sehr ernst und stationieren daher europäische Truppen zur Eindämmung des russischen und chinesischen Einflusses in der Arktis auf Grönland."
Selbst Trump dürfte es schwer fallen dann noch flächendecken genug Gehirnakrobatik zu verbreiten um einen Angriff auf europäische Truppen, die vorgeblich auf sein Verlangen hin dort stationiert wurden, zu begründen.
Weiß jemand wie einflussreich der Reservistenverband ist?



Den Part verstehe ich nicht ganz: Es geht ihnen ja nicht darum kulturell zu dominieren sondern darum noch mehr Geld zu scheffeln, die amerikanische kulturelle Dominanz in der westlichen Hemisphere war da zwar hilfreich aber nich zwingend notwendig.
Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Eine Plattform wie Facebook hätte sich sehr wahrscheinlich auch gebildet und durchgesetzt wenn es nicht zuerst Elitestudenten gewesen wären… gab ja eine Zeit land auch deutsche Pendants wie icq und StudiVz bevor sie von der amerikanischen Konkurrenz kanibalisiert wurden. Die Idee war einfach gut, woher sie kulturell kommt spielt da eher eine untergeordnete Rolle (Viele Deutsche beschweren sich ja auch ständig über China, kaufen dann aber doch sämtliche Waren udn Dienstleistungen dort wenn möglich… einfach weils billig ist.)
Mit kultureller Dominanz lässt sich Geld machen. Wenn alle Stars morgen einen Lemmy Account hätten, würde der Rest der Welt folgen.
Stars bestimmen, welche Marken bekannt werden. Die USA wären bei chinesischer Dominanz wie Deutschland: Bestehende Marken können gepflegt werden, aber neue Marken etablieren kostet viel mehr und ist viel unwahrscheinlicher. Langfristig ist das ein massiver Nachteil.
Wenn die Milliardäre in Kauf nehmen, dass der Ruf der USA geschädigt wird, muss das einen guten Grund haben.
Vielleicht geht es auch eher darum Verluste zu minimieren.
Wenn ich mich nicht täusche gab es Analysen, dass die Republikaner absehbar von der Demografie überrollt werden. Migranten bekommen in der Regel mehr Kinder und der Anteil der republikanischen Kernwählerschaft an der Gesamtbevölkerung nimmt immer weiter ab.
https://edition.cnn.com/2023/05/16/politics/demographic-changes-voters-fault-lines
Die Demokraten sind, aller Korruption zum trotz, von beiden Parteien die linkere. Vielleicht ist die Unterstützung Trumps eher als Angst vor linken Indeen (die in der Regel ja eher zum Nachteil der republikanischen wohlhabenden Eliten sind) zu deuten.
Vor dem Hintergrund wäre das Chaos das Trump anrichtet legitim solange er ,die Linken" von der Macht fernhält und weiter Gewinne ermöglicht (aufgrund des offensichtlichen Insiderhandels in den USA dürften trumpnahe Gruppen weit weniger hart von den aufziehenden Krisen getroffen werden als der Rest der Gesellschaft).
Die Milliardäre hätten die Demokraten viel mehr finanziert und ihre Medien hätten schlechter über Trump berichtet.
Der Vorzeil des Insiderhandels verblasst gegenüber den einbrechenden langfristigen Gewinnen.
Warum sollten sie? Bspw. Ölbarone werden sicher keine Partei finanzieren die sich, zumindest öffentlich, für mehr Umweltschutz, mehr Sozialstaat und gegen Klimawandel ausspricht.
Es sei denn die Prämisse ist ohnehin langfristig sinkende Gewinne (genau das was ich oben skizziert habe). In dem Fall versucht man Verluste zu minimieren und mitzunehmen was noch geht.
Wenn Trump existentiell gefährdend ist, wäre das alternativlos.
Wozu dann die Bereitschaft, das positive Image der USA für ein paar Landgewinne aufzugeben, die man dann nicht halten kann, wenn man bereit ist für eine kleinere Rolle?
Trump ist für diese Leute ja nicht existentiell gefährdend. Nur halt für den Rest der Nation. Während Corona sind die Leute die ihn ins Amt gebracht haben auch reicher geworden… halt auf Kosten der Mittel- und Unterschicht. Was wirklich existenzgefährdend (zumindest in deren Augen) wäre ist linke Politik… die demografisch und sozialpolitisch mit der wachsenden Ungleichheit immer wahrscheinlicher wird. also macht man, nachdem aus der Demokratie rausgeholt hat was ging, lieber den Sack zu und wirtschaftet in einer neo-feudalen Diktatur weiter. Wenn dabei Krisen entstehen und der Rest der Bevölkerung federn lässt ist das halt leider ein notwendiges Opfer auf dem Weg zu noch mehr Wohlstand für die Milliardäre.
Man ist ja nicht bereit für eine kleinere Rolle. Man bekommt diese durch China absehbar aufgezwungen also holt man vorher noch raus was geht… ähnlicher Grund aus dem Putin seine ganzen Altbestände an Panzern verheizt hat: Wenn man noch 30 Jahre wartet passiert halt das gleiche, ohne das man vorher Gewinn gemacht hat.
China wird den Sozialismus nach Amerika bringen. Der Sack ist nur kurze Zeit zu. Wenn alle guten Filme aus China kommen, wird die Jugend für chinesische Werte kämpfen.
Aber sind chinesische Werte wirklich Sozialismus?
Okay, ich sehe aktuell tatsächlich das chinesische Verständnis der Beziehung von Großkapital zu Staat als das sinnvollere an. Aber es gehört auch zur Wahrheit das es massive Korruption und Ungleichheit gibt. China mag, im Vergleich zu den USA, das bessere System sein (solang es sich primär auf die Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung ausrichtet)… aber es ist in seiner jetzigen Form auch noch nicht die ultimative Utopie.