Finde die Idee, in Absprache mit den europäischen Partnern, gut.
Man könnte europäische Truppen inklusive Bundeswehr dort stationieren und öffentlich kommunizieren: ,Wir nehmen die Bedenken unsere transatlantischen Verbündeten bezüglich Grönland sehr ernst und stationieren daher europäische Truppen zur Eindämmung des russischen und chinesischen Einflusses in der Arktis auf Grönland."
Selbst Trump dürfte es schwer fallen dann noch flächendecken genug Gehirnakrobatik zu verbreiten um einen Angriff auf europäische Truppen, die vorgeblich auf sein Verlangen hin dort stationiert wurden, zu begründen.
Weiß jemand wie einflussreich der Reservistenverband ist?



Ich denke es wird auf zwei Dinge hinauslaufen. Zum einen wir europäisch stationiert und die Flugzeug-gestütze Verteidigung ausgebaut, zum anderen wird ermöglicht alte US-Basen wieder zu öffnen.
Das Appeasment wird aber nicht funktionieren, weil es auch um Rohstoffe geht.
Der Handstreich Venezuela ist mit dem Angriff eines NATO-Verbündeten nicht zu vergleichen und sowohl im Kongress (auch bei Republikanern) als auch bei der Armee werden dem Souverän gerade Grenzen aufgezeigt.
Edit: und solche gibt es auch https://feddit.org/post/24280654
Stimmt, ist nicht wirklich vergleichbar. Trotzdem hab ich den Eindruck, dass immernoch zu viele Leute davon ausgehen Trump würde rational handeln… das die Sache nicht vergleichbar ist MUSS kein Hinderungsgrund für ihn sein.
Dem Vernehmen nach sind ihm Appeasment und Sicherheitsgarantien ziemlich egal… wie du selbst sagst wird er das wahrscheinlich höchstens als ,unzureichend" deklarieren und doch zugreifen. Ob in der Hinsicht MEHR US-Basen auf Gröndland eine gute Idee sind… ich weiß ja nicht. '^^
https://de.wikipedia.org/wiki/Madman-Theorie
Wenn Trump nicht rational wäre, warum gibt es dann kein Impeachment-Verfahren der Milliardäre?
Meiner Meinung nach weil die Clique die ihn deckt von seiner Irrationalität profitiert. Wenn er das Land in Schutt und Asche legt sitzen die in ihren Bunkern um danach den Rest aufzukaufen. Kurzfristiger Gewinn vor langfristiger Stabiltät oder zu deutsch ,nach mir die Sinnflut". Aus meiner Sicht als empathischer Mensch hat das ganze nichts mir Rationalität zu tun, da unglaubliches Leid verursacht wird um aus einer 10 stelligen Zahl eine 11 oder 12 stellige zu machen.
Wenn der Dollar nicht mehr Leitwährung ist, kann es auch eine zwanzigstellige Dollar Zahl dank Inflation sein.
Wenn die USA so weitermachen, sind sie in 10 Jahren isoliert und China ist der Hegemon. Das vernichtet alle Vermögen der Milliardäre. Sie sind nicht zu dumm um das nicht zu verstehen.
Was ist also deren Plan?
Rational völlig richtig.
Aber ich glaube genau da liegt der Hund begraben: So weit denkt die neue Klasse von Tech-Milliardären nicht. Wir erleben meiner Meinung nach in den letzten Jahren zunehmend eine ,finanzisierung" unserer Wirtschaft und Politik: Relevant ist nicht, was in 10 Jahren noch stabil läuft, wichtig ist nur, das die nächsten Quartalszahlen oder das nächste Wahlergebnis stimmen.
Es geht nicht mehr darum ob eine Gesellschaft langfristig erfolgreich ist sondern darum möglichst schnell möglichst viel Gewinn zu extrahieren um den eigenen Kontostand und damit den eigenen Einfluss zu maximieren. Mit diesem gesteigerten Einfluss hofft man dann auf jeden Fall noch besser für die Katastrophen vorbereitet zu sein die dann kommen (und die man selbst durch sein Verhalten ausgelöst hat).
Und im Zweifelsfall ist in unserer vernetzten Welt grade Großkapital sehr mobil wenn es sein muss. Wenn ich die Assets in den USA abschreiben muss kann ich mich mit dem vorher ergaunerten Kapital auf jeden Fall irgenwo neu einkaufen… würde ich mich nicht so arschig verhalten hätte ich im schlimmsten Fall nur physische Assets in Gesellschaft x und könnte bei deren (nach eigener Meinung unvermeidlichen) Zusammenbruch nicht einfach umsiedeln. Eine binnenlogische und selbsterfüllende Prophezeiung die mich auf der Gewinnerseite stehen lässt selbst wenn ich nebenbei dafür sorge das meine aktuelle Gesellschaft zum Teufel geht.
Dafür muss China dem zustimmen. Ein Leben wie in den USA würde keiner mehr haben.
Ich denke, das Chaos ist gewollt, weil die Bevölkerung so unorganisiert bleibt. Aber die Tech Milliardäre sind nur ein kleiner Teil der 1000 US Milliardäre.
Es muss einen Plan geben, in dem die USA als Sieger hervorgeht und er ist überzeugend genug, dass keiner der Milliardäre die USA verlassen hat und nach China übergelaufen ist.
Auch in der übertriebenen Dystopie die ich an die Wand gemalt habe gibt es noch andere Länder und Kontinente als China. Reiche US Amerikaner können sich theoretisch auch irgendwo in Ozeanien, Südamerika oder Europa einkaufen… und würden aufgrund ihrer Kapitalreserven dort direkt wieder als Big Player anfangen. Viele US Milliardäre kaufen beispielsweise nachvollziehbar massiv Land und Bunker in Neuseeland. Im Endeffekt ist vermutlich das bröckeln der US Hegemonie seit Ende des Kalten Krieges der Auslöser für die ganzen Entwicklungen, man will nicht auf der absehbaren Verliererseite stehen und verlässt das sinkende Schiff indem man ihm ein Loch in den Rumpf schlägt und mitnimme was man tragen kann, um bildlich zu sprechen.
Und kurz- bis mittelfristig werden sämtliche Milliardäre profitieren, Trump dereguliert grade weite Teile der US Wirtschaft und kürzt grade bei den oberen 5% die Steuern zum Wohle aller Wohlhabenden… deswegen kommt auch von den Demokraten wenig Widerstand, denn deren Großspender gehören ebenfalls zu dieser Gesellschaftsklasse. Und selbst wenn das schiefgeht und eine große Krise mündet werden diese Leute trotzdem Gewinn machen indem sie das aufkaufen was die Mittelschicht aufgrund von Existenzkrisen verkaufen muss… die Bank gewinnt schließlich immer. Bereits reales Beispiel sind die Landwirte die durch Trumps Zollpolitik ihre Farmen verkaufen müssen.
Die USA müssen nicht als Sieger hervorgehen, die Superreichen die Trump an die Macht gebracht haben und dort halten müssen es. Und in diesem Sinne läuft alles wie geplant.
Wenn alle WeChat nutzen, chinesische Filme schauen und chinesische Energydrinks trinken, werden die Chinesen das gleiche Spiel auch spielen können und die jetzigen Milliardäre müssen an chinesische oder indische Milliardäre verkaufen.
Ohne die USA und das Militär verlieren diese Menschen einen grossen Teil ihres Vermögens. Es kann nicht der Plan sein, die USA aufzulösen.
Ich denke halt, dem “zugreifen” sind Grenzen gesetzt. Seine Militärs haben sich geweigert Invasionspläne zu schmieden und immer mehr Republikaner fordern Checks und Balances im Kontext von ICE.
Ich hoffe du hast recht… allein mit fehlt der Glaube.
Aber danke für den Austausch!