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In die Wege geleitet wird das durch massive Desinformation, etwa über die Plattform X. Wenn sich die EU wehrt, wie mit dem Digital Services Act (DSA) und gegen manipulative Desinformation Millionenstrafen verhängt, reagiert die Regierung Trump mit Einreiseverboten und Deportationsdrohungen gegen die Vertreter von NGOs, die Fake News und Desinformation aufzeigen.
Wenn die EU hier einknickt, ist sie verloren. Die Europäer müssen aber mehr tun als nur standhaft bleiben. Sie müssen eine unabhängige, kritische, Antifake-Information fördern. Und sie müssen, vor allem in Österreich, damit aufhören, solche Desinformationsschleudern auch noch mit Medienförderung zu bedenken.



Die EU hatte eine Umfrage/Anfrage zu Feedback bzgl Desinformation usw, ich glaube gegen Beginn letzten Jahres. Zum Glück ist man sich des Problems zumindest bewusst und arbeitet daran. Auch wenn dieser Prozess (viel zu) langsam läuft.
Wo systematisch verbreitete Desinformation hinführt sieht man aktuell in den USA, und bei uns auch am Erfolg der AfD. Trump bereichert sich und interessiert sich keineswegs für Fakten, Menschenrechte, sein Volk, oder seine Wähler.
Putin sagt Trump am Telefon „die Ukraine hat Raketen auf meinen Wohnsitz geschossen”, und Trump verbreitet das weiter, egal ob überzeugt oder korrupt, während sein eigener Geheimdienst (und diverse andere Indizien und Quellen) ihm das Gegenteil sagen. Desinformation ist der Beginn des Untergangs von Vielem.
In einem der CCC-Vorträge wird das Problem auch deutlich geschildert: KI halluziniert Quellen, Autoren fügen das in Wikipedia, und Studenten fragen in der Uni-Bibliothek nach diesen Quellen, die es nicht gibt, und glauben dann an verschwörerisches Vorenthalten statt sich über die Qualität Ihrer Quellen Gedanken zu machen oder selbst die Quellen genauer zu recherchieren.
Es ist traurig, und beängstigend.