• suff@piefed.social
    link
    fedilink
    Deutsch
    arrow-up
    5
    ·
    1 month ago
    • LKWs fahren geplante Routen
    • LKW-Fahrer müssen ohnehin regelmäßig Pausen machen
    • Treczoks@lemmy.world
      link
      fedilink
      arrow-up
      1
      ·
      1 month ago

      Aber:

      • Es gibt für einen deutlich steigenden Bedarf nicht genug Ladesäulen
      • Schnellladesäulen brauchen viel Leistung, die die lokale Infrastruktur typischerweise nicht leisten kann. Zumindest nicht, wenn mal mal mehr als nur zwei oder drei haben will.

      Ich habe mich mal mit einem Betreiber eines Schnellade-Parkplatzes in den Niederlanden unterhalten. Der hat sich für seine Säulen auch erst mal ein fettes Kabel herlegen lassen müssen, und das ging auch nur, weil in der Nähe eine entsprechend dicke Trasse vorbeikommt, sonst hätte sich das nicht gelohnt.

      • Ooops@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        2
        ·
        edit-2
        1 month ago

        Das andere “Aber”:

        Jeder weiß, wo die Reise hingeht. Also werden diejenigen, die damit Geld verdienen, mehr Infrastruktur bauen. Ja, ganz allein ohne den Staat, von dem man Infrasturktur eigentlich erwarten können sollte. Das einzige, was die zurückgebliebenen, die in Deutschland das sagen haben, tun können, ist, das zu sabotieren und zu verlangsam, in dem sie z.B. die Anschlüsse verschleppen (gen wie es ja jetzt schon bei Energiespeichern passiert). Ja, das werden sie sicher fleißig tun (und damit der deutschen Wirtschaft wieder einmal schwer schaden) aber an der Realität ändert sich nichts. Der Fortschritt lässt sich höchstens (auf unsere Kosten) verlangsamen aber nicht mehr aufhalten.

        • Melchior@feddit.orgOP
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          1 month ago

          z.B. die Anschlüsse verschleppen (gen wie es ja jetzt schon bei Energiespeichern passiert)

          Die Energiespeicherbranche hat mal so eben 200GW an Anschlüssen angefragt. Bislang hat Deutschland etwa 10GW pro Jahr an Anschlüssen für neue Kraftwerke meist Wind und Solar gebaut. Das ist also nicht unbedingt verschleppen, sondern ein reales Problem.

          • Ooops@feddit.org
            link
            fedilink
            arrow-up
            1
            ·
            edit-2
            1 month ago

            Ein reales Problem durch Verschleppung. Möchtest du nachschauen, wer bei den Firmen, die sich im Wettbewerb darum, wer die absurd längsten Bearbeitungszeiten bis zu 10 Jahren hinbekommt, überbieten, das Sagen hat(te)? Einen Tipp gibt’s gratis: Eine davon ist jetzt Ministerin.

            Klar, kann man bemängeln, dass einige Firmen Mehrfachanfragen getätigt haben, obwohl sie letztendlich sicher nur Anträge für mehrere mögliche Standorte geschrieben haben, und kann anerkennen, dass die derzeitige Flut an Anträgen tatsächlich massiv ist. Das ist auch ein reales Problem.

            Aber der Grund liegt dann doch wieder in den Jahren, die eine Bearbeitung dauert. Und das nicht erst seit gestern. Das hat Prinzip, seit vielen Jahren. Ergo, gezielte Verschleppung. Also erwarte ich nichts anderes von Leuten in unserer Regierung, als das, was sie schon seit langem, sowohl in der Regierung als auch in anderen Positionen, tun.

        • Treczoks@lemmy.world
          link
          fedilink
          arrow-up
          1
          ·
          1 month ago

          Nicht jede Art von Infrastruktur ist Sache des Staates. Tankstellen sind ja auch privat/kommerziell. Und so sehe ich Ladestationen auch.

          • Ooops@feddit.org
            link
            fedilink
            arrow-up
            4
            ·
            edit-2
            1 month ago

            Da hst du recht, aber es benötigt halt auch staatliche Infrastruktur. Wenn der Staat die Straße zur Tankstelle nicht baut oder die nötigen Genehmigungen für den unterirdischen Tank an 10 Jahre Bürokratie koppelt, wird auch Privat keine Tankstelle gebaut.

            Und das selbe gilt für Ladestationen. Da macht der Privatinvestor nichts, wenn die benötigte Leistung erst in 15 Jahren zur Verfügung steht, weil dazwischen noch Netzbetreiber für die Anschlüsse sitzen, die dann gern auch mal von der Regierung verordnet bekommen, doch erstmal langsam zu machen, weil wegen Planung und so…

            PS: Die 10 Jahre sind übrigens wörtlich gemeint. Solange dauern bei einigen Netzbetreibern die Genehmigungen für Energiespeicher zur Zeit. Deshalb haben wir auch inzwischen Anmeldungen in astronomischen Höhen (10 mal mehr Kapazität in beantragten Projekten als derzeit insgesamt in Deutschland existieren, mehr als wir planmäßig in knapp 10 Jahren benötigen würden, alles privat finanziert… und trotzdem geht es nicht vorwärts und es wird ständig das Märchen erzählt als die benötigten Speicher wären zu teurer. Sind sie nicht, dafür braucht der Staat tatsächlich kein Steuergeld in die Hand nehmen). Die ehemalige Geschäftsführung des deutschen Spitzenreiters, was Arbeitsverweigerung bei Netzanschlüssen angeht, ist jetzt übrigens Wirtschaftsministerin…

            • Treczoks@lemmy.world
              link
              fedilink
              arrow-up
              1
              ·
              1 month ago

              Dass die Leitungen etc. so lange dauern liegt nicht primär am Staat, sondern an den Armeen von NIMBYs in Deutschland.

              Nach dem Motto: “Wir wollen Strom, aber weder Leitungen noch Windkraftwerke!”