Lieber Jonas, da Ihr Land mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von über acht Kriegen verweigert hat, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken, obwohl dieser immer im Vordergrund stehen wird. Ich kann mich nun darauf konzentrieren, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika ist. Dänemark kann dieses Land nicht vor Russland oder China schützen, und warum sollten diese überhaupt ein ‚Eigentumsrecht‘ haben? Es gibt keine schriftlichen Dokumente, nur die Tatsache, dass vor Hunderten von Jahren ein Boot dort landete – aber auch wir landeten dort mit Booten. Ich habe seit der Gründung der Nato mehr für sie getan als jeder andere, und nun sollte die Nato etwas für die Vereinigten Staaten tun. Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige Kontrolle über Grönland haben. Vielen Dank! Präsident DJT“

  • Asinus@feddit.org
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    7
    ·
    13 hours ago

    Was darf Satire? Da bleibt man doch echt nur sprachlos zurück.

    Dass sich da wirklich niemand zu irgendeiner (!) Art von Umsturz berufen fühlt ist echt noch das Skurrilste an der ganzen Sache.

    Nicht mehr überraschend, aber dennoch enttäuschend.

    • luciferofastora@feddit.org
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      ·
      2 hours ago

      Was darf Satire?

      Ich würde ja behaupten “alles”, aber da steht die Realität ihr offenbar in nichts nach. Vielleicht müsste Satire stattdessen wieder in Richtung Normalität driften um darüber zu scherzen, wie wahnsinnig doch alles geworden ist wenn selbst (ehemals) normale Dinge absurd wirken.

      Dass sich da wirklich niemand zu irgendeiner (!) Art von Umsturz berufen fühlt ist echt noch das Skurrilste an der ganzen Sache.

      Ich glaube nicht, dass wir von eventuellen Plänen mitbekämen. Dazu passen aber auch die Lyrics von Icon For Hire - Make A Move:

      Everybody’s so scared
      We don’t wanna go there
      We don’t wanna make a move
      We got all our lives to lose
      Screaming in the dark while
      We just play our parts out
      And I play along
      Cause I don’t know what’s going on

      Ich will doch auch nur mit meinem Leben weitermachen und versuchen das Beste rauszuholen. Ich will doch auch nicht mein Leben aufs Spiel setzen, vor allem wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich alleine dastünde. Unterwerfung gegenüber einer mächtigen Bedrohung ist letztlich Selbsterhaltung, und das finde ich nicht prinzipiell verwerflich. Vielmehr finde ich es bemerkens- und lobenswert, wenn jemand das überwindet und es doch riskiert.

      Es gibt ja mancherorts schon heftig Proteste und Widerstand gegen die Staatsmiliz, und ich hoffe, dass das um sich greift. Je verzweifelter Leute werden, je größer ihre Misere, desto attraktiver wird auch die Gegenwehr. Je mehr Leute schon mitmachen, desto geringer die Angst, alleine zu sein. Aber wer macht den Anfang?

      Natürlich würde ich mir da einen friedlichen Wandel wünschen, aber ich bin mir nicht sicher, ob eine friedliche Einigung mit Menschen solch fundamental anderer Grundeinstellung möglich ist. Einzelne Gewaltakte werden da aber nicht reichen, das müsste eine fundamentale “unfuck our shit” Bewegung sein.