Der linke Stadtteil Connewitz in Leipzig ist auch für seine „antideutsche“ Szene bekannt. Propalästinensische Ak­ti­vis­t*in­nen gehen gegen sie am 17. Januar auf die Straße.

  • TanteRegenbogen@feddit.org
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    11 hours ago

    Weder die eine noch die andere Extreme ist für mich in Ordnung. Anti-Ds die islamophobisch, anti-arabisch und anti-Pali sind, sind für mich nicht besser als Hamas Unterstützer und Antisemiten.

  • mrbutterscotch@feddit.org
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    21 hours ago

    Also sind das Antifaschisten die eine Rechtsradikale Regierung unterstützen?! Wie genau kann man die denn dann überhaupt noch antifaschistisch nennen?

    • jul@discuss.tchncs.de
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      20 hours ago

      Es sind quasi Nazis. Also Menschen, die irgendwie Sozialismus wollen aber nationalistische Ideologien vertreten. Die haben quasi den deutschen Nationalismus abgelegt, nur um den israelischen Nationalismus anzunehmen. Also statt Nazismus dann Zionismus.

      In den Taten mögen sich Nazismus und Zionismus (noch) unterscheiden. Aber rein ideologisch nehmen sich diese Weltanschauungen nicht viel.

      • TanteRegenbogen@feddit.org
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        10 hours ago

        Ich würde Anti-Ds nicht als “quasi Nazis” bezeichnen. Ja, sie sind scheiße und heuchlerisch, aber Nazismus erfordert halt einen antisemitischen Element. Ich würde eher sagen, manche Anti-Ds sind faschistisch, viele sind reaktionär und bigott. Am schlimmsten sind Anti-Ds die angeblich anarchistisch sind aber sich für Israel und gegen einen palästinensischen Staat aussprechen und dabei Palästinenser*innen vertreiben wollen. Da kenne ich ein Paar.

      • mrbutterscotch@feddit.org
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        19 hours ago

        Was es nicht alles gibt… Früher hätte ich mich gefragt wie die sich ihre Weltansicht in ihren Köpfen zurechtlegen, weil sie scheinen sich selber ja trotzdem als links zu sehen. Aber mittlerweile hinterfrage ich sowas nicht. Da ist keine Logik dahinter.

        • TanteRegenbogen@feddit.org
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          10 hours ago

          Viele ehemalige Anti-Ds aus den 70er und 80ern sind tatsächlich in den rechten Milieu abgedriftet. Ich muss aber sagen, dass wir sagen Anti-Ds können nicht links sein, aber andere die genauso ekelhafte Anschauungen haben z.B. Stalinisten irgendwie links sein sollen.

  • JensSpahnpasta@feddit.org
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    15 hours ago

    In einem fernen Land prügeln sich religiöse Fanatiker und dann zerstreiten sich in Deutschland die Linken während global der Faschismus auf dem Vormarsch ist. Kann man sich echt nicht ausdenken.

    • baleanar@discuss.tchncs.de
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      10 hours ago

      “Wer ist der schlimmste Feind eines Linken? Der andere Linke da!”

      “Friede, Freude, Eierkuchen. Wir lieben Toleranz - außer du bist links, da hörts auf” - ein Linker

      Das war schon immer so. Darum verlieren linke Parteien ständig.

    • jul@discuss.tchncs.de
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      20 hours ago

      Inhaltlich gehaltvoll? Die nennen Handala antisemitisch, ohne zu belegen warum.

      Ich will mich hier nicht auf eine Seite schlagen aber ich bin sehr skeptisch. Wo sind die Belege?

      • TanteRegenbogen@feddit.org
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        10 hours ago

        Laut meiner Recherche soll Nadschi Al-Ali in einem Handala-Comic Juden mit Hakennase gezeichnet haben. Darum denke ich wird Handala antisemitisch genannt.

        Edit: Geht es hier um eine Organisation mit dem Namen und nicht um das Comic?

      • foenkyfjutschah@programming.dev
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        17 hours ago

        niemand soll sich auf eine seite schlagen. zum agieren der gruppe gibt es diesen übersichtsartikel im Kreuzer.

        ich würde das abfeiern eines pogroms, wie diese gruppe wohl am 8. Oktober 2023 auf instagram tat, definitiv als ausdruck eines tief sitzenden antisemitismus verstehen.

        • azolus@slrpnk.net
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          16 hours ago

          Das ist kein Konflikt zwischen zwei gleichermaßen legitimen und problematischen Seiten. Es gibt eine einzige ethisch vertretbare Position und die ist gegen Apartheid, Genozid, Ethnostaat und Massaker an Zivilisten. Das ist die Position der Palisoli.

          Antideutsche haben keinerlei Probleme mit den israelischen Massakern an Palästinensern (die es seit Jahrzehnten immer und immer wieder gibt) mit der Apartheid und der ethnischen Säuberung im Westjordanland oder der Masseninternierung palästinensischer Geiseln - entweder muss Israel trotzdem unterstützt werden oder sie leugnen es halt ganz direkt. Auf der Straße stellen sie sich solidarischen Linken entgegen, schüchtern sie ein oder greifen sie ganz direkt körperlich an. Sie fahren Schmutzkampagnen und wirken auf den Auschluss palästinasolidarischer Linker aus linken Spaces hin. Und jetzt heulen sie rum, weil der Boomerang anscheinend zurückkommt.

          Man brauch sich deshalb auch nicht beschweren, warum man von anderen Linken nicht als seinesgleichen gesehen wird.

          • Melchior@feddit.org
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            15 hours ago

            Ich zitier mal aus der Stellungsnahme von linXXnet:

            Für uns ist klar: Der 7. Oktober 2023 war kein „Widerstandsakt“, sondern ein antisemitischer Terroranschlag gegen die Bevölkerung Israels. Zugleich wurde der israelische Gegenschlag zu einem Krieg mit verheerenden zivilen Opfern in Gaza, zerstörten Lebensgrundlagen und massenhaftem Leid. Auch der völkerrechtswidrige Siedlungsbau im Westjordanland verschärft die Situation. Weder die extrem rechte Regierung Netanjahus noch die islamistische Hamas sind Teil einer Lösung. Unsere Hoffnung liegt bei der Zivilgesellschaft auf beiden Seiten, die für Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit kämpft.

  • kohlenstoff@feddit.org
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    12 hours ago

    Der Faschismus steht vor der Haustür und dann verschleudern die ihre Ressourcen für interne Kleinkriege.

    Edit zur Erläuterung: Connewitz ist nach außen ein Bollwerk außerparlamentarischer Linke. Dort einen Konflikt auszutragen, macht diese Position angreifbar (Deswegen gibts ein CSD in Bautzen oder es gab einen Naziaufmarsch in Connewitz). Meine pessimistische Prognose: Es gibt eine Demo und eine Gegenkundgebung, irgendwelche Dödel prügeln sich, irgendwer schreit ein paar Parolen, Cops verletzen sich selbst mit Pfeffer und danach zerreißen sich Springer und Co. zwei Wochen das Maul über Antisemitismus und Gewalt gegen die Polizei, Politik fordert Gegenmaßnahmen gegen Linksextremismus. Aber wir konnten endlich mal zeigen, dass die eigene Gruppe Recht hatte.

    Strategisch ist das dennoch dumm, weil niemand überzeugt wurde und man dafür auch noch extrem limitierte Ressourcen vergeudet. Das öffentliche Mediennarrativ schreibt sich von ganz alleine, man hat es sich sogar selbst eingebrockt. Erwartungsgemäß feiern das die ersten Nazis, weil man denen Arbeit abnimmt.

    • da_cow (she/her)@feddit.org
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      21 hours ago

      Wie soll ich mit Leuten zusammenarbeiten, die Aktiv Genozid fördern wollen. Antideutsche haben nichts mit links sein zu tun. Links sein heißt Bedingungslos in jedem Konflikt auf der Seite der Unterdrückten bzw. des Proletariats zu stehen. Israel zu unterstützen (besonders an diesem Punkt, wo alle die Bilder gesehen und die Geschichten gehört haben) ist nichts, was mit diesem Prinzipien vereinbar ist.

      • foenkyfjutschah@programming.dev
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        17 hours ago

        also müsste man sich ja bedingungslos mit den von der Hamas abgeschlachteten pazifisten solidarisieren, oder? inwiefern vertritt die Hamas den klassenstandpunkt des palästinensischen oder israelischen proletariats?

        • azolus@slrpnk.net
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          17 hours ago

          Wenn du glaubst, propalästinensisch zu sein bedeute sich mit der Hamas zu solidarisieren, kann ich dir echt nicht weiterhelfen.

          • foenkyfjutschah@programming.dev
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            17 hours ago

            gegenfrage: denkst du, sich soldarisch mit Israel und seinen bürgern zu zeigen, impliziert eine legitimierung der dort herrschenden?

            • azolus@slrpnk.net
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              16 hours ago

              Die Geschichte Israels ist die Geschichte ethnischer Säuberung und völkerrechtswidriger kolonialer Unterwerfung der Palästinenser. Eine Solidarisierung mit einem kolonial herrschenden Apartheidstaat bedeutet freilich seine kolonialen Züge zu normalisieren und akzeptieren. Die Regierung Netanjahu ist selbstredend besonders beschissen, aber die Kritik muss auch auf den Staat Israel und nicht nur die Regierung formuliert werden. Dem Staat Israel in seiner jetzigen Form gilt meine Solidaritat nicht.

              Solidarität mit den Menschen, die in Israel leben habe ich hingegen absolut. Ich wünsche mir eine Lösung, mit der alle Menschen dort unabhängig von Religion, Ethnie, Sprache etc. friedlich und frei leben können und das inkludiert selbstverständlich die israelische Bevölkerung.

            • Aequitas@feddit.org
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              11 hours ago

              Ich würde sagen, sich aktuell solidarisch mit Israel zu zeigen, ist problematisch. Mit den Menschen solidarisch zu sein, ist etwas ganz anderes. Und ich würde es sehr begrüßen, wenn die Bundesregierung den derzeitigen Bewohnern einen Teil des deutschen Staatsgebiets abtritt, damit sie dort leben und einen Staat aufbauen können, in dem sie sich sicher fühlen. Denn dieses Berechtigte Bedürfnis darf nicht gegen eben jenes Bedürfnis anderer Menschen gewaltsam durchgesetzt werden. Für alle anderen Menschen in der Region ist der Staat Israel nämlich in allererster Linie eine Quelle langfristigen und umfassenden Leids. Die Israelis vertreiben Menschen aus ihren Wohnungen, besetzen Land und enthalten den Bewohnern ihre Rechte vor und wenn sie es für angebracht halten, töten sie einfach massenhaft und wahllos Unschuldige.

          • foenkyfjutschah@programming.dev
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            17 hours ago

            nö, aber ich glaube auch nicht, daß alle Palästinenser die identischen interessen haben. deshalb verbietet sich auch jede bedingungslose solidarität.

            • azolus@slrpnk.net
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              16 hours ago

              Grundbedürfnisse nach Essen, Dach überm Kopf, medizinischer Versorgung, Freizügigkeit, Sicherheit und nicht 24/7 weggebombt werden sind ziemlich universelle menschliche Bedürfnisse. Deshalb unterstütze ich die Befreiung der Palästinenser aus der kolonialen Unterdrückung durch Israel.

      • kohlenstoff@feddit.org
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        12 hours ago

        Danke für deinen nuancierten Take. Also eine Gruppe von Leuten hat andere verprügelt, nach Aussage von zwei Instagram Accounts. Und was hat jetzt Conne Island und das Linxxnet damit zu tun?

        Ganz nebenbei: Wenn es so leicht ist, faschistisch und rassistisch durch kollektive Assoziation zu werden, wieso klemmen diese Accounts in Zuckerbergs Vorgarten rum?

        • Emopunker@feddit.org
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          6 hours ago

          Dieser Faden beweist für mich einfach, dass es eine Schlammschlacht zwischen Zios und Antizios, bzw. zwischen die extreme Enden eines Spektrums. Beide Seiten dokumentieren das Fehlverhalten der anderen und verheimlichen dann eigenes Fehlverhalten. Gewalt ist generell zu verurteilen egal von welcher Seite es kommt. Der Genozid ist auch zu verurteilen.

        • ClemensG@digitalcourage.social
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          10 hours ago

          @kohlenstoff

          Das mit den gegenseitigen Faschismusvorwürfen hat in der Linken leider eine längere Tradition. So hat der antideutsche Hermann L. Gremliza auf dem konkret-Kongress in den 80ern andere anwesende Linke als “Linksfaschisten” bezeichnet und diese gebeten, am nächsten Tag nicht wiederzukommen.

          Mann schenkte sich nichts.

          @jul

    • CosmoNova@lemmy.world
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      23 hours ago

      Na ja, persönlich würde Ich Antideutsche auch erst mal mit „Deutschland GmbH“ Schwurblern in eine Ecke stellen. Die sind mir suspekt. Ich erwarte von denen nichts produktives.

      • kohlenstoff@feddit.org
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        21 hours ago

        Nichtsdestotrotz ist es saudämlich, etablierte linke Infrastruktur in diesen Zeiten zu unterminieren. Die Situation, insbesondere in Sachsen, ist ohnehin außerordentlich prekär.

        • anton@lemmy.blahaj.zone
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          13 hours ago

          Erzähl das den antideutschen die sowohl einfache Menschen, die Solidarität gegenüber Palästina zeigen, als auch linke Organisatoren angreifen und letztere Krankenhausreif schlagen.

          Hoffentlich hat die Bearbeitung den Satz etwas klarer gemacht.

            • anton@lemmy.blahaj.zone
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              13 hours ago

              Ich meinte nicht, dass die antideutschen den Menschen Solidarität zeigen, sondern dass sie sowohl {einfache Menschen, die Solidarität gegenüber Palästina zeigen,} als auch {linke Organisatoren}, angreifen und letztere Krankenhausreif schlagen.