Bundespräsident Alexander Van der Bellen ruft in seiner traditionellen Neujahrsansprache 2026 angesichts des zunehmenden Drucks auf Europa zu einem neuen Europa-Patriotismus auf. Er nimmt auch Bezug auf die Reformen, die in Österreich jetzt gebraucht werden.

  • WalterLego@lemmy.zip
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    11 hours ago

    Patriotismusbesoffen sollen wir gar nichts hinnehmen. Im Gegenteil, wir sollen uns unserer Macht bewusst werden und sie einsetzen für mehr Menschlichkeit. Europa ist die einzige Möglichkeit, das zu schaffen.

    • azolus@slrpnk.net
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      10 hours ago

      Du projizierst deinen Gerechtigkeitssinn auf eine idealisierte EU und verkennst dabei ihren Charakter als kapitalistische, imperiale Großmacht, die ihren Einfluss durch ökonomischen/geldpolitischen Druck, Neolokonialismus und in Zukunft zusehends direkte militärische Intervention aufrechterhalten und ausdehnen will, um weltweit besseren Zugriff auf Märkte, Ressourcen und billigst-Arbeitskräfte zu erlangen.

      Frag mal außerhalb von Europa, ob dort die EU als Friedensmacht oder Verteidigerin von Menschenrechten angesehen wird. Diese Erzählung ist lediglich das Feigenblatt des neuen europäischen Imperialismus, der versucht, sich von der Kontinuität seines kolonialen Erbes zu distanzieren. Ein Erbe, das in der Vergangenheit weltweit Tod und Verwüstung gebracht hat; das schlussendlich nicht aufgrund eines humanistisch-idealistischen Umdenkens, sondern nur aufgrund des militärischen Unvermögens Frankreichs etc., ihre Kolonien weiter zu halten, zurückgedrängt werden konnte.